Nach einem besonders stressenden Jahresanfang wollten wir ein paar Tage Urlaub machen. Die Reise nach Amsterdam war schnell gebucht. Ein paar Wochen später waren wir bereits auf dem Weg. Wir saßen gerade am Frühstück da bekamen wir einen Anruf, ob wir nicht am Faschingsdienstag den Umzug in Zistersdorf filmen könnten. Es war Montag.

Eigentlich wurde es schon vor unserem Urlaub angedeutet, aber wir hatten uns dennoch entschlossen die Reise anzutreten. Das Wetter war sowieso nicht allzu gut, deshalb brachen wir nach einem kurzen Abstecher zur Nordsee in Richtung Österreich auf.

Ein paar Stunden später standen wir mit 2 Kameras am Billa Parkplatz. Matthäus fing mit der Ronin und dem Ninebot die weiten Shots von allem Ecken des Umzugs ein, während Niklas nur mit einer kleinen Kamera bewaffnet die Close-Ups einfing. So hatten wir alles abgedeckt. Das Setup von Niklas hatte auch den Vorteil, dass sich die Menschen nicht direkt beobachtet fühlten. Es war schließlich nur eine kleine Kamera.

Und so startete der Faschingsumzug. Matthäus machte sich bereit ganz vorne mit dabei zu sein, während Niklas eine seitliche Position einnahm um alle vorbeifahrenden Wägen ins Bild zu bekommen. Als 80% der Wägen an Niklas vorbeigefahren waren, machte auch er sich auf den Weg weiter nach vorne zu kommen. Jetzt galt es nur noch das Treiben am Kirchenplatz einzufangen, das übernahm Matthäus. Währenddessen baute Niklas das Interviewsetup auf. Sandra Steineder-Storch, Direktorin der NMS Zistersdorf und Veranstalterin des Faschingsumzuges, beantwortete uns noch ein paar Fragen und der Dreh war komplett.

Im Großen und Ganzen ist der Dreh gelungen, allerdings war es gar nicht so leicht den gesamten Umzug einzufangen, alleine wäre das sicher um einiges schwieriger gewesen. Besonders zu fuß merkte man, dass man nicht ganz so mobil ist.

Nun ging es an den Schnitt. Wir brauchten Musik. Doch es ließ sich anfangs keine geeignete finden. Nach gefühlten Stunden des Suchens ein Lichtblick: Das ist es! Jetzt ging alles recht schnell. Es gab zwar viel Bildmaterial aber es ließ sich recht gut durchsuchen. Jetzt fehlte nur noch das Soundsampling. Das Lachen der Hexen MUSSTE drin sein.

Ein paar Wochen später wurde das Video veröffentlicht und ist eine tolle Erinnerung für alle Beteiligten. Aber auch für alle, die nicht dabei waren.